In dem gar nicht so weit entfernten, magischen Land namens Tarakona herrscht Frieden und Harmonie. Vom prächtigen Funkelstein-Schloss in Mitten des Farbenreiches aus wacht das Prinzenpaar Tara und Draki über das Reich der Safiras. Im Erdreich, Wasserreich, Luftreich und Feuerreich tummeln sich die glücklichen Element-Drachen, gehen ihren Aufgaben nach und sorgen für das Gleichgewicht der vier Elemente. Die Schrecken des Schattenreiches und die gemeinen Nachtdrachen scheinen vergessen. Doch die Ruhe ist trügerisch.

Als die Safiras eines Morgens verschlafen und blinzelnd aus ihren Nestern und Höhlen kommen, wundern sie sich darüber, dass manche Dinge nicht mehr am richtigen Platz zu finden sind. Manches ist auf einmal kaputt, oder gleich ganz verschwunden. In Xoros Geräteschuppen herrscht von einem Tag auf den Anderen ein großes Chaos und Faxus kann seinen Lieblings-Kochkessel nicht mehr finden. Verwundert räumen sie auf und sehen sich nach den verschwundenen Gegenständen um. Wahrscheinlich waren sie einfach nur schusselig, haben vergessen etwas aufzuräumen oder abzuschließen, sodass ihnen die Tiere Tarakonas Streiche spielen konnten. Schnell sind die Vorfälle wieder vergessen. Doch als eines Tages Amayas Funkelstein-Versteck aufgebrochen und ihr Stein verschwunden ist, sind die Safiras sicher – das sind keine Streiche oder Schusseligkeiten, in Tarakona geht etwas Seltsames vor. Plötzlich vermissen auch Fidusa und Nessi ihre Steine und diesmal ist Draki nicht der Schuldige. Es herrscht helle Aufregung unter den kleinen Drachen und sie wenden sich verzweifelt an Prinzessin Tara. Das Gleichgewicht der Elemente in Tarakona ist in Gefahr, die Safiras verlieren ihre besonderen Fähigkeiten und womit sollen die Festwägen beim nächsten großen Edelsteinfest geschmückt werden? Auch Tara ist sehr besorgt, doch sie weiß Rat: „Lasst uns Albert den Weisen fragen. Er ist der älteste Element-Drache in Tarakona und hütet in einem dicken Buch alles Wissen der Safiras. Er lebt hier im Funkelstein-Schloss, wo er von allem erfährt, was in Tarakona vor sich geht. “ Und tatsächlich, nachdem er bedächtig vor sich hin brummelnd im dicken Buch des Wissens geblättert hat schlägt Albert der Weise vor, dass sich eine kleine Gruppe von Safiras auf den Weg zu den anderen Element-Drachen Tarakonas machen soll. Sie können bestimmt helfen, haben etwas gesehen oder gehört. Verwundert sehen sich die Safiras an. Andere Element-Drachen? Sofort ist ihre Neugierde geweckt und mit neuem Mut und neuer Hoffnung bereiten sie die Reise vor. Schließlich stehen alle am Funkelstein-Tor, um die Reisenden zu verabschieden. „Viel Glück! Kommt schnell und wohlbehalten wieder! Findet unsere kostbaren Element-Edelsteine!“

Ihre Suche wollen Amaya, Fidusa, Nessi und Xenia bei den Blütendrachen beginnen. Diese leben in einem wunderschönen Tal, in Mitten riesiger bunter Blumen. Ihre Aufgabe ist es für alle Blumen und Blüten Tarakonas zu sorgen. Sie fliegen mit ihren großen, farbenprächtigen Flügeln umher, sammeln die Samen der Blüten und bewahren sie sicher in ihrem Stock auf, bis der Winter dem Frühling weicht und die Sonne wieder an Kraft gewinnt. Außerdem lieben sie es zu Tanzen. Die Blütendrachen freuen sich sehr über den überraschenden Besuch. Auch bei ihnen gehen in der Nacht komische Dinge vor sich, doch leider wissen sie nicht, wer die kostbaren Element-Edelsteine gestohlen haben könnte. Freundlich weisen sie den vier Drachenfreunden den Weg zu den Eisdrachen. Vielleicht können sie weiterhelfen.

Nach einem kurzen Flug landen die vier Reisenden auf dem großen Eisberg, der die Heimat der Eisdrachen ist. Sie stehen fasziniert in einer prächtigen, aber kalten Glitzerwelt. Die Hallen der Eisdrachen, die sich durch den ganzen Eisberg ziehen, sind prächtig mit Eiskristallen und Mustern aus Eis verziert, denn die Eisdrachen können Wasser zu Eis erstarren lassen und das Eis zu wunderschönen Gebilden formen. Statt Feuer spucken sie Eis, weshalb ihre Hände und Füße immer kalt sind. Im Eisdrachendorf stoßen die vier Safiras auf eine erste Spur. Die Eisdrachen haben eines Nachts einen Schatten beobachtet, der um ihre Höhlen geschlichen ist und sie können von einem seltsamen Schattenwesen mit vielen leuchtenden Augen berichten. Gerne würde die Wasserdrachendame Nessi noch bei ihren neu gefundenen Verwandten bleiben, doch die Zeit drängt. Die gestohlenen Element-Edelsteine müssen schnell gefunden werden...

So machen sich die vier erneut auf den Weg. Die Eisdrachen zeigen ihnen den mächtigen Gewitterberg, auf dessen Spitze die Blitzdrachen leben. Als Amaya, Fidusa, Nessi und Xenia die Türme des Blitzdrachendorfes erreichen, sind sie ganz schön außer Atem und die Kälte der Eisdrachenhallen hat ihnen mächtig zugesetzt.

Die Blitzdrachen heißen sie herzlich willkommen, machen ihnen ein gemütliches Feuer und lauschen den Berichten über die Suche nach den Funkelsteinen. Und tatsächlich, die Blitzdrachen können Licht ins Dunkel bringen. Sie haben den vertrieben geglaubten Prinz der Nachtdrachen auf seinen Diebeszügen gesehen, konnten ihn jedoch nicht daran hindern die Element-Edelsteine zu stehlen. Leider wissen sie nicht wo sich der Nachtdrache versteckt hat. Doch sie haben einen Tipp: „Fragt die Winddrachen nach dem Versteck. Sie kommen weit herum und von ihrer schwebenden Insel aus können sie in viele Winkel Tarakonas blicken.“ So verabschieden sich die vier Drachen. Nur die Feuerdrachendame Fidusa kann sich schwer losreißen. Sie ist hellauf begeistert von den prächtigen Blitzen der Blitzdrachen.

Gerade umrunden Amaya, Fidusa, Nessi und Xenia im Segelflug einen weißen Wolkenberg, da kommt ihnen auch schon der erste Winddrache entgegen. „Gut, dass ihr da seid. Gerade wollte ich mich auf den Weg zu Prinzessin Tara machen, um sie vor den gemeinen Diebeszügen des Nachtdrachenprinzen zu warnen. Kommt schnell in unser Dorf, dann zeige ich euch den Weg zu seinem Versteck.“

Die fliegende Insel der Winddrachen schwebt wie ein großes Segelschiff mit bauschigen Wolkensegeln über Tarakona. Von hier aus können die Winddrachen mit Hilfe großer Windräder sanfte Briesen und starke Stürme erzeugen. Manchmal sind sie übermütig und launisch, dann wirbeln sie Dinge durcheinander, oder wechseln immer wieder die Windrichtung. Die Winddrachen berichten den aufgeregten Freunden, dass sich der dunkle Prinz der Nachtdrachen nach der Verwandlung des Schattenreiches ins Farbenreich in einer großen Höhle im Herzen des Nachtgebirges versteckt hat. Dorthin hat er bestimmt die gestohlenen Element-Edelsteine gebracht. Die Winddrachen wissen sogar, warum der Nachtdrache die Steine gestohlen hat. Um ihre nächtlichen Aufgaben, wie das Polieren der Sterne, oder das Erschaffen von Polarlichtern erfüllen zu können, brauchen Nachtdrachen Funkelsteine. Im ehemaligen Schattenreich gab es eine unerschöpfliche Funkelsteinquelle, doch bei der Verwandlung ins Farbereich wurde sie zerstört. Deshalb muss der Nachtdrachenprinz die mächtigen Element-Edelsteine der anderen Safiras stehlen, um seine nächtlichen Aufgaben zu erfüllen.

Damit ist das Rätsel um die verschwundenen Element-Edelsteine gelöst. Doch was können die Safiras tun, damit die Diebstähle aufhören? Amaya, Fidusa, Nessi und Xenia machen sich schnell auf den Rückweg ins Farbenreich, um Prinzessin Tara und den anderen Safiras vom Nachtdrachenprinz zu berichten. Unterwegs schließen sich ihnen die Winddrachen, Blitzdrachen, Eisdrachen und Blütendrachen an. Sie wollen helfen – und sie sind begierig darauf, die anderen Element-Drachen kennen zu lernen. Kaum haben sich alle in Taras Funkelstein-Schloss bekannt gemacht und die Erkenntnisse der vier Reisenden besprochen, werden auch schon Pläne geschmiedet. Prinzessin Tara, ein Abgesandter aus jedem neu entdeckten Drachenstamm und die vier Freunde machen sich auf den Weg zum Versteck der Nachtdrachen. Als sie im hellen Mittagslicht an der versteckten Höhle ankommen, dring ein lautes Schnarchkonzert an ihre Ohren. In der Höhle schlummert Mareon, der dunkle Prinz der Nachtdrachen. Die aufgeregten Safiras wollen jedoch nicht warten bis es dunkel wird und Mareon erwacht. Vorsichtig klopfen sie an, aber erst ein donnernder Blitzhickser vom aufgeregten Blitzdrachen kann den Nachtdrachenprinz aus seinen Träumen reißen. Natürlich ist er nicht begeistert, am helllichten Tag gestört zu werden. Auch fürchtet er die Wut der anderen Safiras, denn schließlich bezeugt der große, glitzernde Berg von Funkelsteinen am hinteren Ende der Höhle deutlich seinen gemeinen Diebstahl. Zuerst weigert sich Mareon die geraubten Element-Edelsteine herauszugeben, doch als Tara und die anderen Safiras versprechen, die wertvolle Funkelsteinquelle zu finden und zu reparieren, muss er sich geschlagen geben. Was kann er auch alleine ausrichten, gegen Tara und die andern Safiras. Grummelnd zieht er sich in seine Höhle zurück...

Prinzessin Tara entdeckt nach einigem Suchen, mit Hilfe ihrer Freunde, die verschüttete Funkelsteinquelle. Sie liegt am Fuß einer senkrecht aufragenden Felswand in einem engen, versteckten Tal des Farbenreiches. Eine große Steinplatte hat die mit wundervollen Ornamenten verzierte Quelle unter sich begraben. Selbst alle Safiras gemeinsam können die Steinplatte nicht bewegen und da der Nachtdrachenprinz einige der Element-Edelsteine gestohlen hat, kann Draki auch nicht die Macht aller Steine bündeln, um die Platte zu entfernen. Ein Spezialist muss her. Blitzdrache Zephir, der Steinmetz, untersucht die mächtige Platte mit kundigem Blick. Dann berät er sich lange mit dem Feuerdrachen Faxus, dem Fachkundigen für Feuerwerk. Der Blitzdrache hat nämlich haarfeine Risse in der Platte bemerkt. Vielleicht ist sie doch nicht so stabil, wie sie aussieht. Mit Hilfe der anderen Drachen machen sich die beiden ans Werk und befestigen Feuerwerkskörper am Felsen. Schließlich heißt es für alle Safiras: „Ab in Deckung und den Kopf einziehen“. Die Spannung steigt und ein lauter Knall durchbricht die Stille des Tals. Ein kunterbuntes Feuerwerk erleuchtet den Himmel über Tarakona, Steinbrocken fliegen durch die Luft und eine große glitzernde Staubwolke breitet sich über Tarakona aus. Faxus und Zephirs Plan hat perfekt funktioniert. Nun können die Element-Drachen damit beginnen die Funkelsteinquelle freizulegen. Die große Steinplatte ist durch das Feuerwerk in lauter handliche Brocken zersprungen, ohne dass der Quelle etwas passiert ist. Steinbrocken für Steinbrocken wird abtransportiert. Als die Funkelsteinquelle schließlich wieder mit kristallklarem Klingen aus dem Felsen sprudelt und die bunten Funkelsteine in der Sonne glitzern, bittet Tara einen Winddrachen schnell den dunklen Prinz der Nachtdrachen zu holen. Die Safiras wischen sich inzwischen den Steinstaub von den Schnauzen, aber auf ihren Flügeln bleibt der glitzernde Staub der Funkelsteinquelle haften. Als der Nachtdrachenprinz Mareon im ersten Licht des Mondes zur Funkelsteinquelle kommt bestaunen alle das funkelnde, glitzernde, tarakonische Wunder. Mareon muss sich geschlagen geben und gibt die gestohlenen Element-Edelsteine ihren rechtmäßigen Besitzern zurück. Dann schwingt er sich mit seinen großen Flügeln in den Nachthimmel und segelt mürrisch davon.

Damit ist das Gleichgewicht Tarakonas wieder hergestellt und die bestohlenen Safiras erhalten ihre magischen Fähigkeiten zurück. Die Freude unter den kleinen Drachen ist groß. Die abenteuerliche Suche und das gemeinsame freilegen der Funkelsteinquelle hat ihnen nicht nur ihre Element-Edelsteine zurück gebracht, sondern sie haben auch viele neue Freunde und Verwandte gefunden.

Wissenswertes/Anmerkung:

In ganz Tarakona gibt es prächtige Funkelsteine. Nur manche sind so mächtig, dass sie den Safiras als ElementEdelsteine besondere Fähigkeiten verleihen können. Nicht jeder Funkelstein kann ein Element-Edelstein sein. Nur Prinzessin Tara hat die Macht die seltenen, wertvollen Element-Edelsteine zu finden und sie den Safiras zu verleihen.